2013

Alpen, Technologie, Architektur bieten ein breites Aufgabenfeld, dessen Themen fortwährende Beachtung geschenkt werden sollten. alpitecture ist keine Gruppenreise, die nach gleichem Schema wiederholt wird. alpitecture fordert die Teilnehmer einen Beitrag zu leisten und beschenkt sie mit neuen Inspirationen.

In den letzten Jahren haben wir um diese Leitbegriffe verschiedene Aufgabenstellungen bearbeitet. Diese reichten von der Raumordnung – Fläche für Architektur im Alpenraum ist begrenzt, dadurch entstehen immer Interessenskonflikte – über Lösungen von technischen Details in der Ausführung von Bauaufgaben, bis zur baukulturellen Entwicklung eines Bergdorfes an der Schwelle zum Tourismusort. Zuletzt stand die Präsentation Südtirols auf der EXPO 2015 in Mailand im Mittelpunkt.

Bauen mit Holz und Metall war das Thema von alpitecture 2013. Der Umgang mit diesen Materialien hat in Südtirol eine lange Tradition. Bedingt durch die alpine geografische Struktur waren dies seit jeher die Werkstoffe zur Errichtung von Bauwerken, deren Verwendung und Einsatz nach heutigen Anforderungen meisterhaft beherrscht wird. Die Partnerunternehmen Rubner Group und LANZ Metall GmbH präsentierten anschaulich ihr Know-how und Leistungsspektrum.

Holzbau stand am ersten Tag im Mittelpunkt. Auf einer Exkursion wurde das Musikprobelokal in Kastelruth von Kerschbaumer Pichler & Partner besichtigt bevor auf der Seiser Alm das 5-Sterne Hotel Alpina Dolomites, Architekt: Gerhard Tauber, und die Kirche zum hl. Franz von Assisi, Architekt: Walter Dietl, besucht wurde. Die Architekten erklärten die Projekte und beantworteten die fachkundigen Fragen der Kollegen. Am Nachmittag stellte sich die Rubner Group am Headquarter in Kiens vor und überzeugt anschaulich während einer Betriebsführung. Tom Kaden, Kaden Klingbeil Architekten | Berlin; Johannes Kaufmann, Johannes Kaufmann Architektur | Dornbirn und Gordian Kley, Merz Kley Partner | Dornbirn referierten über ihre Erfahrungen mit Auftraggeber, Bauämter und Handwerker am Beispiel realisierter Projekte. Kulinarisch wurde der Tagesausklang im Harpf in Bruneck begonnen, das von den Architekten von Monovolume gestaltet wurde.

Stahlbau war das Thema des zweiten Tages. Nach einer Exkursion durch Bruneck mit Besichtigung der Raiffeisenbank, des Bahnhofes und der Bahn- und Talstation Ried in Percha folgte das Fernheizkraftwerk Toblach-Innichen, das in unmittelbarer Nachbarschaft zum neuen Unternehmensstandort von LANZ Metall GmbH liegt. Für die Architektur zeichnet AllesWirdGut Architekten, Wien, verantwortlich. Die Architekten Stefan Hitthaler | Bruneck und Michael Obrist, feld72 | Wien referierten über das Bauen in den Bergen mit dem Material Stahl. In Sexten führte Architektin Ulla Hell, Plasmastudio, durch den Anbau des Hotels Strata und ihre Wohnung, eine Aufstockung des Hotels als Einfamilienhaus. Die letzten Impressionen des Tages erhielten die Teilnehmer im mehrfach ausgezeichneten Caravan Park von Sexten mit Shop, Baumhaus, Chalets und Wellnessanlage gestaltet von baukraft architektur.

Am dritten Tag ermöglichte der Architekt Markus Scherer die Besichtigung der Franzensfeste. Seit Jahren begleitet er die bauliche Intervention der denkmalgeschützten Anlage. Mit dem Eindruck dieser exklusiven Führung und neuem Wissen über Kultur, Architektur und Bautechnik in Südtriol traten die Teilnehmer ihre Rückreise an.

 

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